Akademie fürs Ohr

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Chinas Außenpolitik 2021

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Die Volksrepublik China macht keine Außenpolitik der vorsichtigen Schritte mehr. Als militärische und wirtschaftliche Supermacht vertritt das Land seine Interessen selbstbewusst - in der Region und global. Die Belt and Road Initiative, bekannt als Neue Seidenstraße, soll chinesischen Produkten den Weg in alte und neue Absatzmärkte ebnen. Der Militärputsch im Nachbarstaat Myanmar kommt dem Machtapparat um Präsident Xi Jinping deshalb ungelegen. Saskia Hieber, China-Expertin an der Akademie für Politische Bildung, glaubt jedoch, dass weder politische Umstürze noch die Corona-Pandemie das Jahrhundertprojekt aufhalten werden. Außerdem erklärt sie in dieser Episode, wie China seine Nachbarn im Südchinesischen Meer unter Druck setzt, um sich auf den Inseln militärisch und touristisch auszubreiten - und wieso ein Großteil der Bevölkerung den Konfrontationskurs unterstützt.

Deutschland sucht die Kanzlerkandidaten

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Sechs Landtagswahlen, zwei Kommunalwahlen und die Bundestagswahl im Herbst: 2021 ist ein Superwahljahr. Wer sie in den Bundestagswahlkampf führen soll, haben die meisten Parteien aber noch nicht verkündet. Bei der Union zeichnet sich eine Entscheidung zwischen den Vorsitzenden der Schwesterparteien ab, Armin Laschet und Markus Söder. Doch wer diese Entscheidung wann trifft, ist nicht geklärt. Die Grünen haben immerhin vereinbart, dass das Führungsduo Annalena Baerbock und Robert Habeck die erste Kanzlerkandidatur der Parteigeschichte unter sich ausmachen soll. Lediglich die SPD ist einen Schritt weiter: Sie hat Olaf Scholz bereits vergangenen Sommer zum Kanzlerkandidaten gekürt. Akademiedirektorin Ursula Münch erwartet spannende Monate, bis alle Spitzenkandidaten feststehen. Vor allem bei CDU und CSU scheint vieles möglich, wenn es um die Frage geht, wer mehr Wähler hinter sich versammeln kann: von einer Absprache zwischen den beiden Vorsitzenden bis zur Kampfabstimmung in der Bundestagsfraktion. Und ein Unsicherheitsfaktor wird bleiben: Worauf kommt es tatsächlich an bei einem Wahlkampf während der Corona-Pandemie?

Wie viel Europa-Kritik ist erlaubt?

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Der Haushaltsstreit mit Polen und Ungarn und die Corona-Pandemie offenbaren, was schon lange offensichtlich ist: Die Europäische Union befindet sich in einer Krise. Während viele Regierungen an einer noch stärkeren Integration arbeiten, würde mancher Bürger lieber Kompetenzen auf die nationalstaatliche Ebene zurückholen. Die politische Bildung gerät dadurch in ein Dilemma: Wie viel Kritik an Europa darf sie zulassen, ohne das Projekt an sich infrage zu stellen? Eine Menge, findet Andreas Kalina. Er beschäftigt sich als Dozent der Akademie für Politische Bildung mit der Europäischen Integration und spricht sich für mehr Europa-Kritik aus - solang es um Inhalte und nicht um Werte geht.

Afroamerikaner und Latinos an der Wahlurne

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Donald Trump oder Joe Biden? Am 3. November wählen die US-Amerikaner ihren Präsidenten. Eine Wählergruppe könnte das Zünglein an der Waage sein: Afroamerikaner und Latinos. Zusammen machen sie etwa 30 Prozent der Bevölkerung aus, in manchen Swing States fast die Hälfte. Welche Themen sind für die ethnischen Minderheiten wahlentscheidend? Welcher Partei fühlen sie sich zugehörig? Unser Zeithistoriker und USA-Experte Michael Mayer erklärt, wie Demokraten und Republikaner versuchen, das nicht-weiße Amerika zu mobilisieren. Außerdem beschäftigen wir uns mit Vize-Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris - einem Trumpf der Demokraten beim Werben um die Stimmen der People of Color.

Donald Trump vs. Joe Biden

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Die US-Präsidentschaftswahl war selten so spannend wie in diesem Jahr. Präsident Donald Trump und sein Herausforderer Joe Biden liegen in den Umfragen nah beieinander. Wenige Swing States könnten die Wahl entscheiden. Dass es in der Wahlnacht einen klaren Sieger gibt, gilt als unwahrscheinlich - auch wegen der vielen Briefwähler. Warum sich Trump seit Wochen auf diese Gruppe einschießt und wieso er bei den Evangelikalen so beliebt ist, erklärt Akademiedirektorin Ursula Münch. Außerdem blickt sie zurück auf die Skandal-Wahlen von 1876 und 2000 und spricht über mögliche Szenarien für den Ausgang der aktuellen Wahl: von einer richterlichen Entscheidung am Supreme Court bis zu gewaltsamen Protesten auf den Straßen.

Verfassungsgericht vs. EuGH

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"Nicht mehr nachvollziehbar und daher objektiv willkürlich", hat das Bundesverfassungsgericht das EZB-Urteil des Europäischen Gerichtshofs genannt und die Kolleginnen und Kollegen in Luxemburg brüskiert. Unter anderem der CSU-Politiker Peter Gauweiler und aktuelle sowie ehemalige AfD-Vertreter hatten gegen das Anleihenkaufprogramm der Europäischen Zentralbank und der Notenbanken der Mitgliedstaaten aus dem Jahr 2015 geklagt. Das Bundesverfassungsgericht folgte - anders als der EuGH - ihrem Argument, dass die EZB damit ihre Kompetenzen überschreitet. Gero Kellermann, Verfassungsjurist der Akademie für Politische Bildung, erklärt, was das Urteil für die europäische Geldpolitik bedeutet und wie eine Lösung des Konflikts aussehen könnte.

Motor in der Krise: die Soziale Marktwirtschaft

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Nach dem Zweiten Weltkrieg lag die deutsche Wirtschaft am Boden: Millionen Tote, zerstörte Produktionsanlagen, galoppierende Inflation. In diese Zeit fiel die Geburtsstunde der Sozialen Marktwirtschaft, die Deutschland wenige Jahre später das Wirtschaftswunder bescherte und auch in den kommenden Jahrzehnten ein Garant für Stabilität und Wohlstand war. Wolfgang Quaisser, Ökonom an der Akademie für Politische Bildung, erklärt, wie die Deutschen mit der Sozialen Marktwirtschaft Wiedervereinigung und Finanzkrise gemeistert haben - und wie die Prognosen für die Coronakrise aussehen.

Die Pandemie in der Philosophie

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Corona hat die Welt in einen Ausnahmezustand versetzt. So weit sind sich die politischen Denker unserer Zeit einig. Die Debatte dreht sich um die Frage, wie weit die Einschränkung der Freiheitsrechte in dieser Situation gehen darf. Gäbe es nicht immer Gründe, um einen Ausnahmezustand zu rechtfertigen und Rechte zu beschränken? Roberta Astolfi, an der Akademie verantwortlich für die ethischen und theoretischen Grundlagen der Politik, beobachtet im Umgang mit Corona die menschliche Angst vor dem Unbekannten. Im Podcast erklärt sie, warum über das Virus gesprochen wird wie über einen Feind, den es zu besiegen gilt, und ob Virologen in der Pandemie die besseren Politiker wären.

China in der Coronakrise

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Bevor das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 zum ersten Mal in der chinesischen Provinz Wuhan aufgetreten ist, befand sich das Land auf dem besten Weg zur neuen Supermacht. Jetzt spricht die Welt im Zusammenhang mit China kaum mehr über Künstliche Intelligenz und das Seidenstraßenprojekt Belt and Road, sondern über Vertuschung und Überforderung. Akademie-Dozentin Saskia Hieber beschäftigt sich als Sinologin und Politikwissenschaftlerin seit vielen Jahr mit China. Im Podcast spricht sie über die wirtschaftlichen Folgen der Krise für die aufstrebende Wirtschaftsmacht, die Angst vor einer zweiten Coronawelle und die Gefährlichkeit des Virus für Präsident Xi Jinping und die chinesische Führungsschicht.

Pandemien in der Geschichte

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Pandemien gibt es wahrscheinlich fast so lang, wie es Menschen gibt. Während die Justinianische Pest noch 100 Jahre brauchte, um von China nach England zu wandern, ging die Spanische Grippe 1918 innerhalb weniger Monate um die Welt. Begleitet wurde sie wie die aktuelle Corona-Pandemie von Lockdowns, Verharmlosungen und Verschwörungstheorien. Im Podcast spricht Michael Mayer, Zeithistoriker an der Akademie für Politische Bildung, über die Pest als Strafe Gottes, Pockenausbrüche in der jungen Bundesrepublik und Hollywood als Folge der Spanischen Grippe.

Über diesen Podcast

Wie versuchen Populisten den öffentlichen Diskurs zu bestimmen? Wieso gefährden Gesundheitskrisen die Sicherheit des Staates und der Gesellschaft? Und was machen die Medien mit Corona - und Corona mit den Medien? Fragen wie diese beschäftigen uns in der Akademie für Politische Bildung in Tutzing am Starnberger See nicht nur in Tagungen und in der Forschung. Unsere Gedanken zu politischen und gesellschaftlichen Themen teilen wir auch via Podcast mit der Welt. In "Akademie fürs Ohr" spricht Beate Winterer, unsere Referentin für Öffentlichkeitsarbeit & Community Management, regelmäßig mit Akademiedirektorin Ursula Münch und dem wissenschaftlichen Kollegium über aktuelle Entwicklungen in ihren Arbeitsbereichen, darunter Demokratie, Wirtschaft, Medien, Europa und Zeitgeschichte.

von und mit Akademie für Politische Bildung

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